Januar 2018

Raumteiler
Projektierung eines gemeinschaftlichen Wohnprojektes in Erlangen

Seit einiger Zeit kommen Interessenten oder bereits halbwegs organisierte Interessentengruppen von gemeinschaftlichen Wohnformen auf uns zu. Diese haben Schwierigkeiten, wie sie ein gemeinsames  Wohnprojekt entwickeln können ohne ein passendes Grundstück gefunden zu haben. Dabei treffen sie als Laien im Bauwesen im Vorfeld auf kaum zu bewältigende Hindernisse, sei es die Vorfinanzierung von wichtigen Gutachten oder Vorplanungen, sei es eine Verbindlichkeit schaffende Organisationsform bis zur Planungsreife. Unterschiedliche Projektstadien bedürfen auch immer wieder einer unterschiedliche Betreuung.

Damit sich eine Gruppe aus Erlangen (http://gruene-bubenreuth.de/raumteiler-oder-wie-will-ich-zukuenftig-leben/) beim Vorbesitzer für ein Grundstück bewerben konnte, wollten sie mit uns eine visualisierte Vorstellung Ihres Projektes entwickeln. In vielen Arbeitssitzungen haben wir mit der Initiativ-Gruppe sukzessive einen Prototypen in Modulbauweise entwickelt. Das Wohnprojekt basiert auf einem Baukastensystem, welches  verschiedene Funktionen miteinander verbinden kann.

 

Im Spannungsfeld zwischen Individualität und Gemeinschaft soll größtmögliche Flexibilität geschaffen werden.

Zwei gegenüber liegende, parallele Gebäuderiegel werden über eine niedrige Querspange mittig erschlossen. Die einzelnen Module können sowohl Raum für Privatheit als auch für die Gemeinschaft bieten. Als gemeinschaftliche Module wurden ein großer Gemeinschaftsraum mit Bibliothek angedacht, weiterhin sollte ein Wirtschaftsraum im aufgeständerten zentralen Erschließungsknoten platziert werden.  Laubengänge dienen als Erschließung der Einzelmodule und wurden zum Binnenhof hin orientiert. Durch örtliche Aufweitungen dieser Laubengänge bieten sich breite Nischen, deren Außensitzflächen den Bewohnern Treffpunkte bieten.